Südtiroler Heimatbund: Ja zur Gedenktafel für Geschwister Scholl

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Kritik an der zwiespältigen Haltung von Bürgermeister Caramaschi – Der Südtiroler Heimatbund begrüßt die Ankündigung des Bozner Bürgermeisters, sich für eine würdige Gedenktafel für die Geschwister Scholl einzusetzen. Allerdings ist die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte für die deutsche Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wohl mehr ein Alibi, da zurzeit auch faschistische Relikte auf Anordnung des Stadtrates wieder aufgestellt werden.

Bereits 2015 ersuchten der Schützenbezirk Bozen des Südtiroler Schützenbundes und der Südtiroler Heimatbund gemeinsam in einem offenen Brief den kommissarischen Verwalter der Gemeinde Bozen, Präfekt Michele Penta, die Anbringung einer Erinnerungstafel für die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ .

Der bereits seit einigen Jahren vorliegende Vorschlag der Südtiroler Hochschülerschaft, den Platz vor der Universität in Bozen in Geschwister Scholl Platz umzubenennen, kann nur unterstützt werden, so der SHB.

Bereits seit einigen Jahren organisiert der Südtiroler Heimatbund und der Schützenbezirk Bozen am Todestag der Geschwister Scholl eine kleine Gedenkfeier. In Ermangelung einer Gedenktafel wurde die letzten zwei Jahre eine Tafel mit folgendem Text aufgestellt, den wir gerne für eine Gedenktafel zur Verfügung stellen:

„Die Geschwister Hans und Sophie Scholl haben in der Zeit der NS- Herrschaft die Unmenschlichkeit der nazifaschistischen Ideologie entlarvt. Sie wurden dafür am 22. Februar 1943 gemeinsam mit Christoph Probst hingerichtet. Auch andere Mitglieder der Widerstandsgruppe “Weiße Rose” bezahlten den gewaltlosen Widerstand mit dem Leben. Ihr Schicksal sei für immer eine Mahnung.

I fratelli Hans e Sophie Scholl hanno smascherato, ai tempi del regime nazista, il carattere disumano della ideologia nazifascista. Furono per questo giustiziati il 22 febbraio del 1943 insieme a Christoph Probst. Anche altri membri del gruppo di resistenza “Weiße Rose” (rosa bianca) hanno pagato la resistenza non violenta con la loro vita. Sia il loro destino un monito perenne.“

Der Einsatz von Bürgermeister Caramaschi für eine würdige Gedenkstätte für die Geschwister Scholl ist äußerst lobenswert. Wie sich dies aber mit der gleichzeitigen Renovierung und Wiederaufstellung von faschistischen Relikten am Siegesplatz vereinen lässt, ist für den SHB unverständlich, schließt Roland Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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