Südtiroler Heimatbund: Ortsnamensregelung wird zur Offenbarung – Berechtigte Zweifel an Politiker, die blind unterschreiben

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Die Regelung der Ortsnamensfrage ist um eine Theaterszene weiter, so der Südtiroler Heimatbund. Anstatt dieses Thema seriösen Wissenschaftlern zu überlassen, macht man daraus einen politischen Kuhhandel. Und lässt dabei völlig außer Acht, dass Ortsnamen Zeugen der Kulturgeschichte eines Landes sind. Unterschriften italienischer Politiker sind sowieso nichts wert, so Obmann Roland Lang.

Welchen Wert die Unterschriften italienischer Politiker in Vergangenheit und Zukunft haben, wird uns zurzeit eindrucksvoll vorgeführt. Ein Drittel der italienischen Senatoren quer durch alle Parteien haben sich gegen den Vorschlag der Sechserkomission zur Lösung der Südtiroler Ortsnamensfrage ausgesprochen. Sie haben sich damit für die Beibehaltung der faschistischen Dekrete ausgesprochen und diese für rechtens erklärt.

Sie haben nicht gelesen, was sie unterschreiben, stellen dazu ihre Kollegen Karl Zeller und Francesco Palermo klar. Bei einer Entlohnung um die 100.000 Euro müsste ein Lesen von Dokumenten vor der Unterschrift aber eigentlich schon üblich sein. Diese Klarstellung der beiden „Onorevoli“, die selbst im Parlament sitzen, ist schon mehr als eigenartig. Ob sich daraus auch für den einfachen Bürger ein neues Rechtsverständnis bei der Unterschrift eines Dokumentes ableiten lässt?

Die Lösung der Toponomastik wäre dabei mehr als einfach. So wie in der Region Aosta werden die faschistischen Dekrete abgeschafft und die historisch gewachsenen Ortsnamen wiedereingeführt. Bekanntlich hat es in Aosta deshalb keinen Bürgerkrieg gegeben und das Ganze lief als Wiedergutmachung faschistischen Unrechts friedlich über die Bühne. Denn Unrecht muss beseitigt werden, es kann niemals zu Recht werden, so abschließend Roland Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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