Freiheitskämpfer Hartung kein Rechtsextremist -Waffentransport in der Europaregion Tirol endlich freigeben

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Beim Alpenregionsfest der Schützen am vergangenen Wochenende am Bergisel hatte der Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützen Thomas Saurer den Wunsch vorgetragen, zu dem nächsten Treffen in zwei Jahren in Pinzolo in Welschtirol mit den historischen Waffen ausrücken zu können.

Landeshauptmann Kompatscher verwies darauf, dass er den italienischen Innenminister schon fast soweit gehabt habe, ein entsprechendes Dekret zu unterschreiben. Doch dann habe es die völlig unerklärliche und unverständliche Einladung eines in rechtsextremen Kreisen sattsam bekannten als Redner zu einer Kerschbaumer-Gedenkfeier gegeben. Kompatscher sagte wörtlich: “Ich habe ordentlich Feuer löschen müssen und erklären, dass die Schützen eben nicht irgendwie rechtsextrem sind.

Diese Aussagen zum Gedenkredner Dr. Erhard Hartung bei der Kerschbaumer- Gedenkfeier 2024 sind falsch und fußen wahrscheinlich auf gezielte Falschinformationen von Urzí und anderen Neufaschisten.
So hielt der vormalige österreichische Finanzminister Dr. Herbert Salcher in einem an Dr. Hartung gerichteten persönlichen Schreiben vom 12.01.1995 fest, er müsse als ehemaliger Landesvorsitzender der Tiroler SPÖ und zeitweises Vorstandsmitglied des Berg-Isel-Bundes doch „deutlich zum Ausdruck bringen, daß auf das Selbstbestimmungsrecht gerichtete SüdtirolAktivitäten überhaupt nichts mit Neonazismus oder Rechtsextremismus zu tun haben.

Verständlicherweise äußert sich die italienische Propaganda, die ein völkerrechtliches Unrecht rechtfertigen muß, in dieser Frage anders.“ Aus seinerzeit gegebenem Anlass hatte sich auch der damalige nordrhein-westfälische Innenminister und stellvertretende Regierungschef Dr. Herbert Schnoor (SPD) dazu geäußert. Schnoor teilte dem Rektor der Universität Düsseldorf, Gert Kaiser, an deren Klinik der Anästhesist Hartung tätig war, auf Rektoratsanfrage nämlich amtlich mit, dass Hartung stets zu einer friedlichen Lösung des Südtirol-Konflikts aufgerufen habe.

Aus Schnoors Schreiben ist hervorzuheben, dass sich die von Hartung geleitete „Kameradschaft der ehemaligen Südtiroler Freiheitskämpfer“ für eine „friedlich anzustrebende Landeseinheit nach dem Muster der Deutschen Wiedervereinigung“ ausspreche und daher nicht als rechtsextremistisch einzustufen sei. „Mir und den beteiligten Ämtern für Verfassungsschutz liegen keine Erkenntnisse vor, die es heute rechtfertigen würden, Herrn Dr. Hartung rechtsextremistische Bestrebungen anzulasten“, hielt Minister Dr. Schnoor in seinem Schreiben (Aktenzeichen: VI A 2 – 4252.4/94) vom 01.11.1994 als wesentlich fest.

Und das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, wohin des Rektors Verlangen, Hartung aus der Heinrich-Heine-Universität zu entfernen, zur letztinstanzlichen Entscheidung vorlag, hatte in seinem Urteil 1996 festgestellt, dass Hartung „nicht rechtsradikal“ sei und deshalb auch „nicht von der Universität entfernt werden“ dürfe/könne. Infolgedessen lagen und liegen keinerlei Anhaltspunkte vor, die derlei Anwürfe rechtfertigen würden. Denn Hartung wird in den dafür zuständigen österreichischen und deutschen Behörden/Dienststellen weder unter derlei Attribuierung geführt, noch scheint er darunter auf.

Die immer wieder – oftmals unter Berufung auf das „Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstands“ (DÖW) – perpetuierte politischmediale Verunglimpfung der Person Univ.-Prof. Dr. Hartung, wäre sowohl presse-, als auch zivilrechtlich klagbar.

Die fehlende Unterschrift für den freien Waffentransport ist viel wahrscheinlicher einem zaghaften Landeshauptmann zuzuschreiben, der nicht imstande ist, klare Rechte für die Europaregion Tirol einzufordern, zu der auch der ungehinderte Transport traditioneller Waffen gehören sollte!

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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