„Brennende Liab“ für Büste des Freiheitskämpfers

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Auch nach seinem Tode sollte der Freiheitskämpfer und langjährigem Obmann des SHB, Sepp Mitterhofer, nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb beschloss der Südtiroler Heimatbund, den Künstler und Bildhauer Michael Burger mit der Anfertigung einer Büste des Patrioten zu beauftragen. Heute wurde mit der Anbringung der Geranie am Hut die Büste vollendet.

Seinen Idealismus bezahlte Sepp Mitterhofer in den sechziger Jahren mit Verhaftung und Folter. Im Mailänder Prozess wurde er zu 12 Jahren verurteilt, von denen er 7 Jahre und 11 Monate im Gefängnis verbüßen musste. Weder Folter noch Haft konnten ihn jedoch brechen.

Später unter der SHB-Obmannschaft Sepp Mitterhofers sind zahlreiche Publikationen, darunter auch sensationelle Meinungsumfragen in Nord- und Südtirol erschienen und es wurden wichtige politische Initiativen ergriffen. Unter anderem sprach Sepp Mitterhofer im Österreich-Konvent des Österreichischen Parlamentes über das Selbstbestimmungsrecht und das Streben nach der Tiroler Landeseinheit.

Gerne nahm der gelernte Künstler und Bildhauer Michael Burger den Auftrag des Südtiroler Heimatbundes (SHB) an. Hatte er doch Sepp Mitterhofer persönlich kennengelernt, als dieser viele Jahre in Gsies, dem Heimatdorf des Bildhauers, seinen Urlaub verbrachte.

Der auf einem Bauernhof in St. Magdalena / Gsies geborene Burger modellierte dazu eine Büste aus gebranntem Ton, die dann in der Gießerei Stefan Dirler (Marling) in Bronze gegossen wurde.

Michael Burger machte sich durch zahlreiche Werke in Holz, Bronze und Ton einen Namen. Öffentlich aufgestellt ist eine Bronzeskulptur des Hl. Nikolaus in Issingen bei Pfalzen, die aus den Händen des Gsieser Bildhauers stammt. Nicht vergessen hat dabei Burger die drei vergoldeten Kugeln, weil der Heilige drei Mädchen, denen ein Leben in Schande drohte, mit Geld und Mitgift zu einer Heirat verholfen hat.

Heute wurde nun in der Gießerei Stefan Dirler in Marling der letzte Akt vollzogen: Am Hut der Büste des Freiheitskämpfers wurde eine „brennende Liab“ (Geranie) angeschweißt, die Traditionsblume der Tiroler. Sepp trug sie immer mit Freude an seinem Hut.

Die „brennende Liab“ war für Sepp Mitterhofer sicher seine Liebe zur Heimat, für die er schwere Folter ertrug, knapp 8 Jahre im Kerker verbrachte und für die er sich ein Leben lang einsetzte, so Roland Lang, Obmann des SHB, abschließend.

Roland Lang

Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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