Der hundertste Stachel für die Dornenkrone – 4. 11. um 10.30 Uhr am Siegesplatz Bozen

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Am 3. November vor 100 Jahren wurde in der Villa Giusti in Padua der Waffenstillstand zwischen Österreich und Italien unterschrieben. Damit endete der erste Weltkrieg an der Italienfront, der Millionen von Toten gefordert hatte, tausende von Verwundeten sowie besonders Tirol und Oberitalien in Not und Elend gestürzt hatte.

Österreich hielt sich an den Vertrag, der in Art. 1 die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten zu Lande, Wasser und in der Luft vorsah. Der italienische General Armando Diaz unterschrieb ebenfalls am 3. November 1918, ließ das Abkommen aber erst am 4. November ab 15:00 Uhr in Kraft treten.

Mit dem Vorwärtsstürmen der italienischen Soldaten zwischen der unterschiedlichen Umsetzung des Waffenstillstandes und der Besetzung Tirols zwischen Borghetto und Brenner begann der Leidensweg des südlichen Tirols. Er begann mit der Verfolgung der Soldaten, die die österreichische Uniform getragen hatten und erreichte mit der Unterdrückung jeder Tiroler Identität unter dem Faschismus ihren traurigen Höhepunkt. Auch nach dem Untergang des Faschismus verfolgt Italien weiterhin das Ziel, Südtirol zu einer italienischen Provinz zu machen.

100 Jahre nach dem Waffenstillstand hat sich im italienischsprachigen Tirol die Gruppe „Noi Tirolesi/ Wir Tiroler“ gegründet mit der Absicht, auf das Leid der Menschen im südlichen Tirol seit der Teilung des Landes aufmerksam zu machen. Bildlich dargestellt wird dieses Leid mit einer Dornenkrone (Corona delle sofferenze), an der ein Stachel an jedes Jahr der Fremdherrschaft erinnert.

Auf Einladung des Südtiroler Heimatbundes wird zum 100-jährigen Jubiläum am Sonntag, den 4. November in Bozen auf dem Siegesplatz (Großer Parkplatz hinter dem Denkmal) um 10.30 Uhr der hundertste Stachel von Mitgliedern der Gruppe „Noi Tirolesi/ Wir Tiroler“ in die Krone eingeschlagen.

Nach der Begrüßung durch SHB-Obmann Roland Lang wird Altmandatarin Dr. Eva Klotz und der Präsident von „Noi Tirolesi/ Wir Tiroler“, Vittorino Matteotti, zur Aktion Stellung nehmen.

Über eine rege Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns sehr freuen.

Roland Lang

Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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