„Eine richtige Tirolerin trinkt“: Heimatbund entsetzt über Text bei Kampagne gegen Alkoholmissbrauch

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Der Südtiroler Heimatbund (SHB) ist entsetzt über die neue Kampagne des Forums für Prävention mit Unterstützung des Ressort Gesundheit des Landes Südtirol. So sehr jede Initiative gegen übermäßigen Alkoholgenuss notwendig ist, ist die Aussage „… eine richtige Tirolerin trinkt“ eine primitive kollektive Beleidigung aller Tiroler und besonders aller Tirolerinnen, so Obmann Roland Lang.

Das Forum Prävention leistet sehr gute Aufklärungsarbeit, um den übermäßigen Alkoholmissbrauch zu bekämpfen, der leider immer noch sehr verbreitet ist. Aber bei Kampagnen mit Plakaten, Radiospots und Anzeigen muss die Wortwahl wohlüberlegt werden, um nicht Teile einer Gesellschaft oder einzelne Personen zu beleidigen bzw. diese mit einem Vorurteil zu verletzen.

Da die Aussage „Komm schon, eine richtige Tirolerin trinkt“ alleine steht, kann sie auch nicht als Redensart empfunden werden, sondern ist eine Feststellung! Diese Aussage stempelt alle „richtigen Tirolerinnen“ , was immer man mit „richtigen“ bezeichnen möchte, zu Trinkerinnen ab.

„Eine richtige Tirolerin trinkt“ ist genauso herabwürdigend wie die Aussage „eine echte Polin“ stiehlt“ oder „ein richtiger Ausländer ist gewalttätig“!  Wohin solche pauschalen Vorurteile bringen, hat uns vor einigen Tagen ein Gedenktag ausführlich in Erinnerung gerufen.

Der Südtiroler Heimatbund ersucht daher das Forum Prävention, diesen Teil der Kampagne einzustellen und für die nächsten, sicher gut gemeinten Aktionen, auf eine bessere Wortwahl zu achten, schließt Roland Lang.

Roland Lang

Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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