Heimatbund begrüßt neuen Quästor mit Geschichtsbuch: Wahrheit über Folterungen

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buch_heimat_opfer_zu_schwer.jpgUm ihn auf die besondere Situation in Südtirol und dessen unfreiwillige Zugehörigkeit zu Italien aufmerksam zu machen, hat der Südtiroler Heimatbund dem neuen Quästor von Bozen, Leonardo La Vigna, das Buch “Für die Heimat kein Opfer zu schwer” des bekannten Historikers Dr. Helmut Golowitsch zukommen lassen, bestätigt Obmann Roland Lang.

Die Geburtsstadt des neuen Quästors wurde im Gegensatz zu den Südtiroler
Ortsnamen unter dem Faschismus (!) von Castrogiovanni wieder zu Enna. 
Castrogiovanni entstand aus der Besetzung Siziliens durch die Araber,
sie nannten die Stadt Qasr Yannah und der Stadtname wurde nur einfach
aus dem arabischen übersetzt. Erst  1926 erhielt die Stadt wieder den
antiken Namen Enna und wurde außerdem Provinzhauptstadt.

Im Buch
sind die vielen Folterbriefe der politischen Häftlinge sowie die
geschichtlichen Geschehnisse der sechziger Jahre schonungslos
dargestellt! Der Südtiroler Heimatbund möchte damit Quästor La Vigna
über die Übergriffe einiger Ordnungshüter informieren- auch in der
Erwartung, dass sich endlich ein Verantwortlicher der Polizei findet,
der den Mut hat, die damaligen menschenrechtsverachtenden Folterungen an
wehrlosen Gefangenen einzugestehen und sich dafür zu entschuldigen.
Unterschrieben hat den Brief auch Sepp Mitterhofer, der als politischer
Häftling in der Carabinierikaserne von Meran schwerstens misshandelt
wurde und noch heute über gesundheitliche Schäden aus dieser Zeit klagt.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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