Heimatbund: Dank und Skepsis

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Auch wenn sich im österreichischen Parlament eine große Mehrheit für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen hat, muss man das Ganze politisch vorsichtig sehen. Ein Grund zur überschwänglichen Freude besteht leider noch nicht, aber es war ein wichtiger Schritt, so SHB-Obmann Roland Lang.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Auch wenn das Ganze ein sehr bedeutsamer Beschluss für Südtirol und das im europäischen Geiste anzusehen ist, ist es europafeindlich, wenn Italien dazu nicht bereit ist und sich weiterhin in die Souveränität Österreichs einmischen darf. Das gekonnte Intrigenspiel italienischer Politik hat bisher ja verhindert, dass Österreich in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft jene Freiheit hat, die Italien seit Jahrzehnten ohne jedem bedenken anwendet.

Zweitens: Es stehen in Österreich am 29. September Neuwahlen an. Ein politisches Erdbeben kann erfolgen und die Farbenspiele der neuen Regierung sind andere. Und folglich kann der Beschluss vergessen werden und in den Schubläden der Politik fern der Tagesaktualität verschwinden könnte.

Daher muss man warten, wie sich die Lage entwickelt. Oftmals sind Beschlüssen in der Politik danach nicht umgesetzt, sprich zu keinem Gesetz geworden, da sie am Widerstand externer Mächte gescheitert sind.

So kann der weitere Weg zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler leider lang und beschwerlich werden. Trotzdem ein aufrichtiger Dank an unser Vaterland Österreich, den der SHB bereits im Jänner 2018 auf Plakaten geschrieben hat. Danke auch alle Vereine und Verbände in ganz Tirol, die unermüdlich auf die Erreichung der Staatsbürgerschaft hinarbeiten, schließt Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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