Herz-Jesu Sonntag: Der schönste Feiertag in Tirol, aber auch eine Mahnung

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Der Herz-Jesu-Sonntag ist der schönste Feiertag in Tirol, so SHB-Obmann Roland Lang. Wenn dieser großen Tiroler Festtag landauf und landab mit Prozessionen und dem Entzünden von Bergfeuern gefeiert wird, bekennt sich das Land zu seiner Vergangenheit und blickt verheißungsvoll in eine gute Zukunft. Der Feiertag, entstanden in höchster Kriegsnot, ist heute aber auch eine Mahnung für den Frieden und für ein geeintes Europa der Regionen.

Der Herz Jesu Sonntag ist außerdem untrennbar verbunden mit jenen Frauen und Männern, die mit ihrem Einsatz in den sechziger Jahren und besonders am Herz-Jesu- Sonntag 1961 die Weltöffentlichkeit auf die damaligen untragbaren Zustände in Südtirol aufmerksam machten.

Vor 105 Jahren wurde Sepp Kerschbaumer, der Anführer des Südtiroler Freiheitskampfes geboren. Er und viele andere zahlten für ihre Heimatliebe mit Tod, Folter und Kerker. Ihnen, aber auch allen anderen Opfern dieser Zeit ist seit kurzem in Bozen eine Ausstellung gewidmet.

Die Ausstellung „BAS-Opfer für die Freiheit“ verherrlicht keineswegs die Gewalt oder den Terrorismus. Sie zeigt vielmehr, wozu ein Volk fähig ist, wenn es unterdrückt wird. Damit sind die Fotos, persönlichen Gegenstände der Freiheitskämpfer sowie die gezeigten rudimentären Sprengtechniken vielmehr eine Mahnung, dass sich solche durch die falsche Politik Italiens hervorgerufenen Ereignisse nie mehr wiederholen dürfen.

Die Ausstellung befindet sich in Bozen, Lauben 9 und ist von Dienstag bis Samstag von 10 – 12 Uhr und von 15 – 17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind auch außerhalb dieser Zeiten möglich, Eintritt frei.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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