SHB: „Sieges“-Platz als Schnittstelle zwischen Mut und Unverständnis

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Als mutig bezeichnet der Südtiroler Heimatbund (SHB) das Vorgehen der Aufsichtsdame, die beim Kellermuseum beim „Sieges“-Denkmal in Bozen ihren Dienst tut. Dank ihrer Unerschrockenheit und ihrer Zivilcourage verschickte sie ewiggestrige Gesellen von Casapound, die am für die Tiroler Geschichte so schicksalhaften 4. November einzeln eine Rose am Faschistendenkmal niederlegen wollten, berichtet SHB-Obmann Roland Lang.

Als unverständlich, keineswegs friedensstiftend und politisch hinterlistig ist hingegen die Aktion von Casapound zu bezeichnen, die dem „Sieges“-Denkmal wieder die politische Signalwirkung verleiht, die es in den letzten Jahren eigentlich hätte verlieren sollen.

Auch heute, am Tag nach dem für Tirol so schicksalhaften Tag, prangte an der Umzäunung des Faschistentempels immer noch ein Blumenstrauß mit grünweißroter Schleife. Der SHB-Obmann hat dies der Staatspolizei mitgeteilt, die den Strauß dann auch fotografiert haben, um den Täter auszuforschen. Entfernen durften ihn die Ordnungskräfte allerdings nicht, da der Platz vor dem Tempel der Gemeinde Bozen gehört. Sie werden die Gemeinde allerdings benachrichtigen, so die Beamten. Man darf gespannt sein, welcher Wind nun im Rathaus weht, bzw. wie lange der Strauß bleiben wird.

Ein Abriss des Lügendenkmals würde das Problem lösen, das Kellermuseum könnte ja trotzdem bleiben. Oberirdisch über dem Dokumentationszentrum wäre ein Kinderspielplatz die ideale Lösung.

„Eine Aufwertung dieses „Sieges“, der nur durch italienische Schlauheit zustande gekommen ist, braucht niemand mehr, auch 97 Jahre später nicht“, so Roland Lang abschließend.

Roland Lang,
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

Blumen am Faschistentempel

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