SHB: Zum 100. Geburtstag von Univ.-Prof. Dr. Felix Ermacora

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Am 13. Oktober 2023 wäre Prof. Felix Ermacora, ein renommierter Jurist, der als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Menschenrechte gilt, 100 Jahre alt geworden. Er war zudem ein angesehener Professor für Staatswissenschaft und Völkerrecht an den Universitäten Innsbruck und Wien, betont SHB-Obmann Roland Lang.

Als Mitglied der Europäischen Menschenrechtskonvention und der UN-Menschenrechtskommission, aber auch als Direktor des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Menschenrechte setzte er sich immer für die Schwachen der Gesellschaft ein, so Lang.

Besonders bekannt war Ermacora für seine Arbeit im Zusammenhang mit Südtirol. Als langjähriger ÖVP-Südtirolsprecher und Präsident des Südtirol-Unterausschusses im Nationalrat setzte er sich immer für die Südtiroler ein. Zudem verfasste er mit „Südtirol und das Vaterland Österreich (1984)“, Geheimbericht der Südtiroler Delegation 1946 (1987)“ und „Südtirol. Die verhinderte Selbstbestimmung (1991)“ drei monumentale Werke, die sich mit der politischen und völkerrechtlichen Entwicklung Südtirols befassten, erinnert Lang.

Der österreichische Jurist, Verfassungsrechts- und Menschenrechtsexperte sowie Nationalrat (1971-1990) Felix Ermacora (1923-1995) engagierte sich zeit seines beruflichen Lebens für die Rechte der Südtiroler. Sein über 1000 Faszikel umfassender Nachlass wurde vor einigen Jahren von der Familie an die Laurin-Stiftung verkauft. Diese machte diesen für die Südtiroler Geschichte ungemein bedeutsamen Nachlass dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum im April 2019 zum Geschenk und stellt diesen damit ohne jegliche Einschränkungen der Forschung zur Verfügung.

Ermacora, der am 24. Februar 1995 in Wien verstarb, befürwortete zeitlebens das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol. In seiner Abschiedsrede vor dem Parlament im Sommer 1990 forderte er die Politiker auf, „das Selbstbestimmungsrecht Südtirols nicht am Horizont verschwinden zu lassen“.

So sagte Ermacora am 25. Jänner 1991 im Kulturheim von Gries: „Kein Staat der Erde kann auf Dauer einem Volk die Selbstbestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!“.

Dieses Zitat hat heute den gleichen Stellenwert wie damals. Wollen und fordern muss man sie. Denn nur eine freie Volksabstimmung garantiert, dass es auch in Zukunft Südtirol geben wird, schließt Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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