Südtiroler Heimatbund über Behauptung des Landeshauptmannes Platter empört

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sepp_mitterhofer.jpgDer Südtiroler Heimatbund ist empört über die Behauptung des Nordtiroler Landeshauptmannes Günther Platter („Dolomiten“ vom 13. August) dass: „Die Tiroler Landeseinheit durch den Beitritt Österreichs in die EU praktisch wiederhergestellt ist.“

Südtirol ist nach wie vor ein fremdbesetztes Land! Wenn die Grenzbalken
am Brenner auch gefallen sind und jedermann ohne anzuhalten durchfahren
kann, so ist die politische und Verwaltungsgrenze aber geblieben. Das
spüren wir jeden Tag, wenn wir unsere Tiroler Identität und Kultur
verteidigen müssen und die Steuern uns fast erdrücken! Wir müssen nach
wie vor bei diesem korrupten, von Skandalen gebeutelten Staat leben,
bei dem nichts funktioniert, der wirtschaftlich das Schlusslicht in der
EU bildet und mit dem wir nichts gemeinsam haben, weder die Sprache,
noch die Kultur oder die Mentalität!

Da kann uns die Autonomie auch nicht retten, weil wir durch die
Rahmengesetze an den Staat gebunden sind und er uns mit in den Dreck
zieht. Als Österreich 1996 der EU als Mitglied beigetreten ist, hat es
„vergessen“ die Südtirol-Autonomie als Klausel in den Vertrag
aufzunehmen, wie es andere Staaten sehr wohl getan haben. Dadurch ist
unsere großzügige Autonomie in der EU gar nicht einmal existent bzw.
offiziell anerkannt!

Sepp Mitterhofer
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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