Südtirol- Vertretung in internationalen Gremien notwendig – Selbstbestimmungsdemo bei OSZE tat Italien sehr weh!

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Der Südtiroler Heimatbund ist sehr erfreut darüber, dass durch die Landtagsinitiative der SÜD-TIROLER FREIHEIT eine Südtiroler Vertretung in die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kommen soll. Die OSZE, bis 1995 Konferenz für Sicherheit und Zusam­men­arbeit in Europa (KSZE), hat mit der Helsinki-Akte 1975 das Selbstbestimmungsrecht festgeschrieben. Bereits 1986 machten Südtiroler auf der KSZE Konferenz in Wien auf die uns verweigerte Selbstbestimmung aufmerksam. Ein knappes Jahr später reagierte die italienische Justiz mit Haftbefehlen.

Es war eine überparteiliche Gruppe, so erinnert sich SHB- Obmann Roland Lang, die am 4. November 1986 an der Folgekonferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Wien für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols friedlich demonstrierte. Es waren Südtiroler aus den verschiedensten Verbänden, die sich zum „Südtiroler Komitee KSZE Wien“ zusammengeschlossen hatten. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie, dass sich die Konferenz auch mit der Frage der unterbliebenen Anwendung des Selbstbestimmungsrechtes in Südtirol befassen sollte. Zu den 13 Unterzeichnern gehörten neben SHB- Obmann Hans Stieler auch Ltg. Dr. Eva Klotz, Pius Leitner, damals als Parteiausschussmitglied der SVP, und Stephan Gutweniger, damals Pressereferent der Schützen.

Dieser Auftritt vor den Türen eines internationalen Gremiums ließ Rom und der italienischen Justiz keine Ruhe. Knapp ein Jahr später, am 3. August 1987, schlug die italienische Justiz unter Zuhilfenahme eines aus dem Faschismus stammenden Gesetzes wegen „…. Staatsfeindlicher Tätigkeit im Ausland ….“ zu. Die Beteiligten wurden verhaftet (!), fotografiert, Fingerabdrücke abgenommen, Pässe eingezogen und dann wurden sie bis zu ihrem Verhör freundlicherweise in einen tagelangen Hausarrest entlassen. Für die „antinationale Tätigkeit im Ausland“ ist eine Haftstrafe von mindestens 5 Jahren vorgesehen.

Als sich Parteien und Persönlichkeiten aus Italien und Europa bestürzt über das Vorgehen Italiens und seiner Justiz äußerten, wurde das Verfahren schlussendlich archiviert.

Aus diesen Erfahrungen heraus ist der Südtiroler Heimatbund erfreut darüber, dass bald ein Südtiroler in der OSZE, der Nachfolgeorganisation der KSZE, vertreten sein wird. Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, unser Selbstbestimmungsrecht einzufordern. Nur dadurch werden wir uns von Italien verabschieden können, so der Südtiroler Heimatbund.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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