Südtiroler Heimatbund: Bozen als Hauptstadt des Faschismus

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Als desaströs, besorgniserregend und politisch höchst gefährlich sieht der Südtiroler Heimatbund das starke Abschneiden der extrem rechten Bewegung CasaPound und den Rechtsruck beim gestrigen ersten Wahlgang der Bozner Gemeinderatswahlen, so Obmann Roland Lang.


Mit 6,7 Prozent oder umgerechnet drei Sitzen haben die expliziten Faschisten in der Talferstadt einen Erdrutschsieg gefeiert. In einer Zeit, in der wir mehr als 70 Jahre Frieden in Europa feiern, werden Ideale gefördert, die für Leader Andrea Bonazza illegale Mittel und Wege sind, die auch gegen das Gesetz gehen. Für ihn sind dies die einzigen Möglichkeiten, um gewisse Ziele zu erreichen. Tätliche Angriffe von „Faschisten des dritten Jahrtausends“, unangemeldete Demos, Störungen in Ämtern und Schulen und wilde Plakatierungen sind typische Merkmale dieser Organisation.

Denn wenn man die extremen Rechten und rechten Vertreter in der Talferstadt zusammenzählt, kommt man auf ein Rundes Viertel der Gewählten. Der Heimatbund sieht in dieser traurigen Entwicklung mehr als nur schwarz und es wäre durchaus angebracht, angesichts des Wahlergebnisses Bozen als die Hauptstadt des Faschismus zu bezeichnen, so der Südtiroler Heimatbund.

Faschismus, Nationalismus, Revanchismus und andere extreme Ideale sind Werte, die im 21. Jahrhundert auf keinen Fall mehr zu suchen haben und keineswegs zu tolerieren sind. Doch wie es scheint, hat der Mensch nichts aus der Geschichte gelernt. Dieser Satz trifft leider auch auf Bozen zu, sodass der Stillstand wohl oder übel um ein weiteres Kapitel verlängert, d.h. vorprogrammiert ist, schließt Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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1 Kommentar

  1. Sr. Manuela Drexler OCD. on

    Mir als Deutscher ist das total unbegreiflich, dass so etwas an politischer Entwicklung toleriert wird. Die europäischen Jungpolitiker, die von Dr. Cristian Kollmann als Bürgermeister Kandidat nach Bozen eingeladen waren und die faschistischen Relikte dort sahen, waren zu Recht empört, dass so etwas in der EU nicht rechtlich verfolgt wird. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich. Dass es in Italien möglich ist, zu dem ja leider noch immer Südtirol illegal gehört, zeigt mir eindeutig, dass die EU nicht das ist, was ich mir all die Jahre früher erträumt habe. Hier wird dem Südtiroler Volk etwas aufgezwungen, was es gar nicht will. Deswegen so schnell wie möglich die Selbstbestimmung Tat sein lassen. Ich sehe auch die Heimkehr ins Vaterland als starke Rechtsgrundlage im Kampf gegen den Rechtsradikalismus.

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