Südtiroler Heimatbund: Christi Himmelfahrt und Fronleichnam statt Tag der Republik

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Der Südtiroler Heimatbund erinnert an die Volksabstimmung vor 70 Jahren, als sich die Italienerinnen und Italiener in einem Referendum über die zukünftige Staatsform knapp für die Ausrufung der Republik entschieden haben, berichtet Obmann Roland Lang.

Die Apenninenhalbinsel war bei dieser Wahl gespalten. Der Norden trat nahezu geschlossen auf und votierte für die Republik, der Süden wollte an der Beibehaltung der Monarchie festhalten. Endlich durften 1946 (!) auch Frauen wählen. In Österreich war das allgemeine Frauenwahlrecht bereits 1918 (!) eingeführt worden.

Südtirol, dessen staatliche Zugehörigkeit in jenen Tagen noch nicht feststand, durfte zum größten Teil gar nicht wählen. Nur 12 Gemeinden des Unterlandes die, bereits zur Zeit des Faschismus zum Zwecke der raschen Italienisierung, der Provinz Trient einverleibt worden waren, nahmen am Referendum teil.

Daher ist dieser Tag kein Feiertag für Südtirol. Der Heimatbund fordert die Südtiroler Politiker auf, sich für die Einführung von Fronleichnam und Christi Himmelfahrt einzusetzen und diese gegen den 2. Juni einzutauschen.

Fronleichnam und Christi Himmelfahrt wurden im Jahre 1977 aufgrund einer starken Wirtschaftskrise gemeinsam mit dem Josefi- und dem Peter und Paul-Tag abgeschafft. Damals wurde auch der 2. Juni abgeschafft. Letzterer wurde 2001 wieder eingeführt, obwohl der italienische Staat noch immer wirtschaftlich am Boden liegt, schließt Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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