Südtiroler Heimatbund: Möge der Bessere gewinnen! – Neuer Aufkleber

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Pünktlich zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich will der Südtiroler Heimatbund mit einer offensiven Aufkleber Aktion darauf aufmerksam machen, dass Südtirol nicht Italien ist. Deshalb ist die Zahl der Italien- Fans hier sicher sehr begrenzt. Viele an Etsch und Eisack wünschen sich, dass Italien von Paris bald nach Hause fährt, so Obmann Roland Lang.


Für all jene, für die gilt, dass der Bessere gewinnen sollte, nur Italien nicht, hat der SHB den passenden Aufkleber parat. So erkennt man auf den azurblauen Aufklebern einen kickenden Eiffelturm, Symbol und Nationalstolz der Franzosen, der die Fußballer des italienischen Stiefel nach Hause schickt, gemäß dem Motto: „Möge der Bessere gewinnen, nur Italien nicht“, so der SHB.

Eigentlich sollte Sport und Politik nicht vermischt werden. Umso verwunderlich war es, als die Grödner Eiskunstläuferin Carolina Kostner in Facebook auf einem Selfie in die Kamera lächelte, hinter ihr die Trikolore,  und dazu erklärte, dieses Bild zu Ehren der Italienischen Republik, mein Land, zu veröffentlichen. Das ihr von italienischer Seite ausgesprochene Lob zeigte, wie eng Sport und Politik verbandelt sind. Diesen Umstand trägt auch der SHB Rechnung. Gleiches Recht für Alle!

Kurzum: Sportlich gesehen soll der Bessere gewinnen. Doch ein wenig Feingefühl und Toleranz gegenüber den Südtirolern sollte schon an der Tagesordnung stehen. Denn es muss im 21. Jahrhundert wohl nicht mehr sein, dass bei jedem Sieg der  italienischen Mannschaft Hals über Kopf die Straßenverkehrsordnung außer Kraft gesetzt wird und azurblaue Siege in Südtirol mit Trikolore und Schmährufen zuungunsten der Südtiroler Bevölkerung vor dem sogenannten Siegesdenkmal gefeiert werden.

Der Sport im Allgemeinen und eine Fußball-Europameisterschaft sind dazu da, Völker zu verbinden und sich in einem fairen Wettstreit zu messen und nicht auf Kosten anderer auszuleben. Für all jene, die trotz hundert Jahre Fremdbestimmung richtigerweise noch immer nicht zu Italien halten, haben wir diesen Aufkleber entworfen, schließt Lang.

Der Aufkleber kann unter http://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/ kostelos angefordert werden.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

 

Aufkleber(1)

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7 Kommentare

  1. Herr Lang, mit Verlaub, Sie schaffen es immer wieder zu beweisen wessen Geistes Kind Sie sind.
    Wenn Sport und Politik, wie Sie in ihrer Presseaussendung behaupten, nicht vermischt werden sollten, warum tun Sie es dann? Sie bezeichnen dies – mit Bezug auf Caroline Kostner – als „gleiches Recht für alle“? Wie verblendet müssen Sie doch sein, dass Sie den Unterschied nicht erkennen. CK hat weder für „die Südtiroler“ gesprochen, wie Sie sich immer arrogant anmaßen, noch eine andere Sprachgruppe oder ein Volk mit ihrem Statement aufs Korn genommen. Sie dagegen schon. CK hat Italien als ihr Land bezeichnet, Sie verlieren keine Gelegenheit zu unterstreichen, dass Italien nicht ihr Land ist. Weshalb nehmen Sie sich das Recht heraus ein solches Bekenntnis abzugeben und sprechen es anderen ab? Fühlen Sie sich zu Höherem befugt? Herrenrasse und so?
    Glauben Sie ihre Äußerungen, wie diese jüngste, sind nach dem Gusto alle Südtiroler?
    Genau hier sollten Sie ansetzen: überlegen Sie sich einmal ganz objektiv, wie viele Menschen im Land ihre dauernden sinnlosen Provokationen wirklich teilen.
    Was hat die Straßenverkehrsordnung mit „Toleranz gegenüber den Südtirolern“ zu tun? Es geht ihnen ja nur um die Tatsache, dass sich Menschen über Siege Italiens freuen, ob sie sich im Sinne der Straßenverkehrsordnung strafbar machen, ist ihnen doch egal! Ansonsten müssten Sie bei jeder zweiten Hochzeit auf dem Lande mit der Straßenverkehrsordnung winken. Wer bei einem Hupkonzert einen Affront gegenüber den Südtirolern sieht, muss wirklich ein Problem haben.
    Genau Provokationen wie die ihre, führen zu den Reaktionen, die sie anprangern. Ich würde wetten, dass die Mehrheit der Bevölkerung genug von der Konfrontation hat, die von Leuten wie Sie andauernd konstruiert wird. Sport soll Menschen verbinden, schreiben Sie selbst. Offensichtlich wollen Sie aber entscheiden welche Menschen das sein dürfen. Zum Unterschied zu ihnen wird sicher niemand eine Pressemitteilung aussenden, wenn Sie sich über einen Sieg Österreichs oder Deutschlands freuen.
    Sie hätten als Heimatbund ein so weites Betätigungsfeld zu Gunsten des Erhalts von Traditionen. Beschränken Sie sich doch bitte auf diese ihre institutionelle Aufgabe und halten Sie sich von politischen Statements fern, die enden immer in einem Desaster. Für die Anliegen Südtirols sind ihre Aktionen sowieso immer kontraproduktiv. Aber darum geht es ihnen ja in Wahrheit: dadurch können Sie laufend in die populistische Opferrolle schlüpfen. Jedenfalls, Trikolore oder nicht, CK und andere Südtiroler Sportler haben mehr für Südtirol getan, als Sie es jemals tun können. Vor allem zeigen sie eine geistige Öffnung, die für Sie ein Fremdwort zu sein scheint.

  2. „Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“ (Johannes Rau)
    Sport hat nichts mit Politik zu tun. Mögen die BESSEREN gewinnen, ganz egal welcher Nationalität!

  3. Um beim Fußball zu bleiben…
    Herr Lang hat ein klassisches „Autogol“ fabriziert!
    Manchmal schämt man sich einfach nur für seine Landsleute…

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