Südtiroler Heimatbund: Spaniens Verhalten ist nicht tolerierbar und ein Rückfall in das Franco-System

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Der Südtiroler Heimatbund toleriert auf keinen Fall das Verhalten der spanischen Zentralregierung und der Sicherheitskräfte im Hinblick auf das Referendum rund um die potentielle Unabhängigkeit Kataloniens, so Obmann Roland Lang.

Wer mit Gummiknüppeln auf friedliche Menschen einschlägt, Wahlurnen beschlagnahmt, des Weiteren Leute beim Wählen hindert, hat von Demokratie und Menschenrechten null und gar nichts verstanden. Diese Aktion ist daher niemals zu dulden und ist ein Rückfall in das totalitäre Franco-System, in dem Spanien über weite Strecken des letzten Jahrhunderts gepeinigt und geknebelt wurde, so der SHB.

Dass die Europäische Union ihrem Grundsatz „Einheit durch Vielfalt“ widerspricht und tatenlos zusieht, schlägt dem ganzen Fass den Boden aus. Eigentlich wäre es jetzt richtig, Spanien aus der europäischen Familie zu werfen. Ohne Vorwarnung, ohne Sanktionen. Denn selbst wenn das Land sich bei der Ratifizierung der Helsinki-Akte 1977 der Stimme enthalten hat, darf es keine undemokratische Haltung an den Tag legen.

Die Guardia Civil hat durch ihr brutales Vorgehen sich schwerer Straftaten schuldig gemacht. Wenn sich morgen der einzelne Polizist mit dem Hinweis auf den Befehlen seiner Vorgesetzten verteidigen wird, so sei ihm bereits heute zugerufen: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“!

Das iberische Verhalten ist ein Schlag in das Gesicht jedes Demokraten. Mehr noch: Es wird wohl die letzten Katalanen, die sich nicht sicher waren, ob und wie sie zu wählen haben, zu einem „Los von Madrid“ bewogen haben.

Auch diese Menschen werden nun Madrid die „kalte Schulter“ zeigen und werden die Abstimmungsergebnisse wesentlich beeinflussen, schließt Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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