Arme Stadt Bozen: 100 Jahre Marsch auf Rom- Feier vor dem Siegesdenkmal

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Anscheinend ist die Botschaft über die Verbrechen des Faschismus noch nicht bei allen angekommen, bedauert Obmann Roland Lang vom Südtiroler Heimatbund. Nur so ist es zu erklären, dass am gestrigen Abend eine Gruppe von italienischen Ewiggestrigen den 100. Jahrestag des Marsches auf Rom feierte.

Ausgerüstet mit Spruchband und grünweißroten Rauchbomben feierten Neufaschisten passend vor dem faschistischen Protzbau den Marsch der Faschisten nach Rom. Bei der nicht angemeldeten Kundgebung wurden faschistische Lieder gesungen und der Duce bejubelt.

Bekanntlich gelang es Mussolini, durch den Marsch auf Rom, eine starke faschistische Bewegung vorzutäuschen und vom König den Auftrag zur Regierungsbildung zu bekommen. Die Folge waren 20 Jahre Diktatur und Gewalt.

Eine Meinungsumfrage des Südtiroler Heimatbundes im Juli dieses Jahres in Italien zeigte, dass selbst die Italiener mit der Aufarbeitung des Faschismus ihre Probleme haben. Mehr als 55 Prozent der Befragten gaben an, dass das „Ventennio“ in Italien noch nicht genügend aufgearbeitet worden sei.

Es ist dem Gemeinderat Stefano Fattorin zu verdanken, dass die nicht angemeldete Kundgebung publik wurde. Die Quästur hat bereits mit den Ermittlungen zu dieser anscheinend einzigen (!) Feier zur faschistischen Machtergreifung begonnen.

Der Südtiroler Heimatbund erwartet sich von allen demokratischen Kräften des Landes eine einhellige Verurteilung dieser faschistischen Kundgebung!

Roland Lang

Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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