Auch in Verona gedachte man des Freiheitskämpfers Kerschbaumer

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Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich heute vor dem ehem. Kerker Casa circondariale di Via del Fante in Verona, als Vertreter der Raixe Venete, des Circolo Bepin Segato, des Südtiroler Heimatbundes und des Südtiroler Schützenbundes gemeinsam des Freiheitskämpfers Sepp Kerschbaumer gedachten. Vor den Gefängnismauern erklärte Giorgio Roncolato, Präsident der Vereinigung Bepin Segato, unsere beiden Völker müssen gemeinsam vorgehen, Seite an Seite, jeder mit seinen Eigenheiten , aber bereit uns gegenseitig zu helfen gegen den gemeinsamen Feind, damit der Adler wieder frei fliegen und der Löwe von San Marco wieder sein Gebrüll erschallen lassen kann. 

Knapp 50 Personen nahmen an der Gedenkfeier teil. Sepp Kerschbaumer war in diesem Gefängnis am 7. Dezember verstorben. Welche Freude hätte der Freiheitskämpfer gehabt, wenn er aus seinem Kerkerfenster einmal weiß rote Fahnen mit dem Tiroler Adler und Schützen in der Tracht  gesehen hätte, kann man zur ahnen!

Liebe Patrioten aus Venetien und Tirol, liebe Freunde, wir sind hier um eines großen Mannes zu gedenken, eines Mannes, der nie aufgegeben hat seine Heimat zu lieben, eines Mannes der seine christlichen Werte nie verleugnet hat, stellte Giorgio Roncolato, Präsident des Vereines Bepin Segato, in seiner Ansprache fest.

Auf Initiative von Matteo Grigoli, dem Präsidenten der Raixe Venete, stehen wir, der Südtiroler Heimatbund und Südtiroler Schützen, heute gemeinsam mit Vertretern der Raixe Venete und anderen heimattreuen Männern und Frauen aus dem Veneto vor den Kerkermauern in der Stadt Verona. In ehrendem Gedenken an den Opfer Weg des Freiheitskämpfers Sepp Kerschbaumer und  an die vielen anderen Tiroler und venezianischen Freiheitskämpfer, die für ihr Volk Leben und Freiheit einsetzten, so Roland Lang, Obmann des SHB, in seiner Ansprache.

Und wohl im Namen aller Anwesenden Selbstbestimmungsanhänger erklärte er:

Und von hier fordern wir gemeinsam für alle Völker das Recht auf Selbstbestimmung, so wie es in den Menschenrechtspakten verankert und auch von Italien 1977 ratifiziert wurde. Beenden wir endlich jene unselige Zeit, wo Völker andere Völker besetzt halten und sie unterdrücken. Denn nur dort, wo Freiheit und Recht eingehalten wird, kann Frieden herrschen.“

Unter den Klängen der Tiroler Landeshymne, der jene von Venetien folgte, legten Vertreter der verschiedenen Organisationen gemeinsam vor dem Eingang zum Gefängnis ein Blumengesteck zu Ehren des Freiheitskämpfers Sepp Kerschbaumer nieder. Auf der weißroten Schleife standen die sinnigen Worte:

„Hinter diesen hohen Kerkermauern- Starb einer der größten Söhne Tirols
Unserem Freiheitskämpfer Sepp Kerschbaumer- In ehrendem Gedenken.“

 

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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