Foibe Denkmal in Bozen – Südtiroler Heimatbund legt am Gedenktag Blumen nieder. STOP WAR

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Am 10. Februar findet wie alljährlich das Gedenken an Tausende von Italienern statt, die für die Verbrechen der Faschisten an den in den istrischen und dalmatinischen Küstengebieten lebenden  Volksgruppen  bezahlt haben. Eine Delegation des SHB hat im Gedenken an alle Opfer heute  am Denkmal für die Foibe-Opfer ein Blumengebinde niedergelegt und eine Gedenkminute abgehalten. Mit der Aussage „STOP WAR!“ wurde außerdem ein Ende des Krieges in der Ukraine gefordert.

Wie in Südtirol wurde über Jahrzehnte mit Gewalt und Unterdrückung versucht, den dortigen einheimischen Slowenen und Kroaten, besonders nach der Machtübernahme der Faschisten, ihre nationale Identität und Sprache zu rauben und sie zu Italiener zu machen. Mehr als 5000 Italiener, darunter viele Kinder und Frauen, wurden damit in diesem Gebiet Opfer feiger Rache, die hauptsächlich durch das faschistische Regime ausgelöst wurde.

Es ist ein schöner Akt, dass alljährlich dieser armen Menschen gedacht und ihnen in Bozen auf der Quireiner Promenade ein Gedenkstein gewidmet ist, so SHB-Obmann Roland Lang und Vize-Obmann Meinrad Berger. Mit unserer Aussage „STOP WAR!“ wollten wir auch auf die Gegenwart und auf den bereits seit etwa einem Jahr andauernden Krieg in der Ukraine aufmerksam machen und ein Ende dieser mörderischen Konfliktes fordern, so die beiden Vorsitzenden des SHB. 

Sehr viele Flüchtlinge aus dem istrischen und dalmatinischen Gebiet in Südtirol eine neue Heimat gefunden und die meisten haben sich gut integriert. Dazu zählt auch, dass sie verstanden haben, dass auch Südtirol seine eigene Geschichte hat und vom Faschismus terrorisiert wurde wie damals die Kroaten und Slowenen.

Wenn man der etwa 5000 italienischen Opfer gedenkt und die zuvor mindestens 30.000 von den italienischen Faschisten ermordeten Slowenen ausblendet, dann ist das Gedenken aber höchst einseitig und nationalistisch.

Auch an die Tausenden von deutschen Soldaten, Volksdeutschen, Kroaten usw., die in die Karsthöhlen geworfen wurden, sollte zumindest in Bozen gerechterweise auch gedacht werden.

Dies hat der SHB mit einem Blumengebinde mit den Schleifen „Im Gedenken aller Opfer“/ „Der Südtiroler Heimatbund“, das er heute niederlegte, auch getan.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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Ein Kommentar

  1. EIN DANKESCHÖN!
    Der SHB hat mit seinen Aktionen durch seinem Obmann Roland Lang wie immer gut getan.
    Es gelingt dem SHB eigentlich immer mit Herz und Verstand zu agieren, auch traditionell schon rund durch’s Jahr auf Gedenkereignisse hinzuweisen und die Bedachten und ihr Wirken so zu ehren.
    Und auch aktiv in die lokale oder Überregionale Politik einzuwirken wo die Notwendikeit es gebietet.
    Und so den unbestreitbar Wert und Wichtigkeit eines fortwährenden Bestehens dieses Heimat-Bundes in diesem Jahrhundert zu festigen.
    Bitte bleibt so aktiv und lebendig für Südtirol, der Heimat Tirol treu und auch dem Vaterland verbunden.

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