Südtiroler Heimatbund: Vorschlag für einen guten Vorsatz 2017 – „Behandelt“ endlich das Mussolini-Relief

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Vor knapp 6 Jahren, im Jänner 2011, gab es mit dem Bondi-Brief die Möglichkeit, die faschistischen Denkmäler in Bozen zu entsorgen. Anstatt die Sternstunde zu nutzen, versagten die Politiker. Statt zu handeln, stolperten sie von Kompromiss zu Kompromiss, stellt Obmann Roland Lang fest. Und geschehen ist nichts.

Am 25. Jänner 2011 bestätigte der damalige italienische Kulturminister Sandro Bondi in seinem Brief an Luis Durnwalder, „dass die faschistischen Relikte im Stadtzentrum an andere Standorte, u.a. in museale Einrichtungen, verlegt werden können, die geeigneter sind, ihren historischen Wert zu unterstreichen. Im Besondern gilt das für das Piffrader-Relief, welches am Finanzgebäude auf dem Bozner Gerichtsplatz angebracht ist. Dessen Entfernung kann auch von der Provinz durchgeführt werden“, erklärte der römische Minister.

Fünf Jahre später reitet der Duce noch immer gut sichtbar, umgeben von faschistischen Organisationen, stolz und erhaben auf einem öffentlichen Gebäude.

Wer nicht handelt, der wird behandelt, heißt es. Ob bei unseren führenden Politikern die Behandlung bereits Früchte trägt, wird sich 2017 zeigen. Oder mutet man es den Südtirolern zu, auch im nächsten Jahr diese Verherrlichung des Faschismus zu ertragen?

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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