Weihnachtspende des Südtiroler Heimatbundes
Ziegel für das dormizil- Nachtquartier für Obdachlose

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Wie jedes Jahr möchte der Südtiroler Heimatbund zu Weihnachten ein kleines Zeichen der menschlichen Solidarität setzen. Auch dem SHB ist der einsame Kältetod eines 19jährigen Einwanderers sehr zu Herzen gegangen. Auch deshalb werden wir dieses Jahr mit dem Ankauf von symbolischen Ziegeln  den Verein „housing first bozen EO“ unterstützen, der in Bozen in der Rittner Straße das „dormizil“, ein Nachtquartier für obdachlose Menschen betreibt, so SHB Obmann Roland Lang.

Der SHB folgt damit der Lebenseinstellung des Freiheitskämpfers Sepp Kerschbaumers. Auch dieser hat in den sechziger Jahren den zugewanderten Arbeitern in seinem Gemischtwarengeschäft in Frangart anschreiben lassen und einem sogar ein Rad geschenkt. Er bekämpfte aber die hinterlistige und falsche Politik Roms mit allen Mitteln. Nicht der einzelne Einwanderer, sondern den falschen römischen Versprechungen an die Zugereisten (Arbeit, gute Gehälter, hohe soziale Leistungen) und der Weiterführung der faschistischen Politik galt sein Kampf.

dormizil ist im Winter ein Nachtquartier für 25 obdachlose Frauen und Männer in der Rittner Straße 25 in Bozen. Das Nachtquartier wird ausschließlich von Freiwilligen getragen.

Das dormizil soll in den nächsten Jahren umgebaut werden. Es sollen neun Kleinwohnungen für obdachlose Menschen, dazu eine Übergangswohnung mit fünf Notschlafbetten, Dusch- und Waschräume für Obdachlose der Stadt entstehen.

Dazu möchte auch der Heimatbund einen kleinen Beitrag leisten. 33 symbolische „Ziegel“ haben wir zu Weihnachten dafür spendiert. Auch wir bauen gerne am neuen dormizil mit, so SHB-Obmann Roland Lang.

Der tragische Kältetod des jungen Ägypters am Bahnhof Süd von Bozen hat uns allen vor Augen geführt, wie kalt und gefühllos unsere Gesellschaft in Wahrheit ist. Jeden Tag werden auch bei uns die Menschenrechte mit Füßen getreten. Viele politische Vereinigungen und Organisatoren haben in den letzten Tagen zu Recht bestürzt auf den Tod des Einwanderers reagiert und Behörden, Staat, Land und Gemeinde aufgefordert zu handeln.

Solidarität ist als ein Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens zu betrachten, deshalb haben wir statt großer Worte unsere Vereinskasse für eine Unterstützung geöffnet, so wie damals Sepp Kerschbaumer. Aber das heißt keinesfalls, dass wir die derzeitige Einwanderungspolitik in Europa gutheißen, schließt Roland Lang.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

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